SCA Hygiene Products SE: Squeeze-Out offenbar weiterhin kein Thema
Analyst: Thorsten Renner
Trotz enormer Preissteigerungen bei Rohstoffen wie Zellstoff (50%) oder Altpapier (70%), die nicht in ausreichendem Maße an die Konsumenten weitergegeben werden konnten, erzielte SCA in 2010 ein gutes Ergebnis. Der Umsatz stieg – zum Teil durch positive Währungseffekte – um 6,2 Prozent auf 3,86 Milliarden Euro. Durch diverse Einsparungen erhöhte sich das operative Ergebnis von 277 auf 292 Mio. Euro. Durch den Wegfall positiver Effekte aus dem Vorjahr, die Schließung eines Werks in Frankreich und eine höhere Steuerquote sank der Jahresüberschuss um 15 Prozent auf 168,5 Mio. Euro bzw. 20,98 (Vj. 24,50) Euro je Aktie. Die Garantiedividende blieb mit 15,15 Euro unverändert.
Trotz weiter steigender Rohstoffpreise verbesserte SCA im ersten Quartal 2011 bei einem Umsatzanstieg von 6,6 Prozent auf 950 Mio. Euro das operative Ergebnis auf 63 Mio. Euro. Allerdings sank die EBIT-Marge auf 6,6 Prozent. Um diese zu verbessern, plant SCA im laufenden Jahr noch eine Preisanhebung, die im zweiten Halbjahr bereits zu höheren Erlösen führen soll und im Gesamtjahr ein Gewinnplus bringen dürfte.
Wir erwarten für die SCA-Aktie damit weiterhin eine zumindest stabile Kursentwicklung. Ein Squeeze-Out ist bei nur 3,4 Prozent Streubesitz theoretisch weiterhin jederzeit denkbar, scheint aktuell aber kein Thema zu sein. Bleiben Sie angesichts der hohen Garantierendite investiert.
Empfehlung: HALTEN
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Kurs 11.07.2011 |
Potenzial |
Risiko |
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352,55 € |
380,00 € |
gering |