Sartorius AG: Dank erhöhter Prognose gegen den Markt 20% zugelegt
Analyst: Matthias Wahler
Das Jahr 2011 verläuft wie erwartet erfolgreich für den Labor- und Prozesstechnologie-Anbieter. In den ersten neun Monaten stieg der Konzernumsatz um 12 Prozent auf 541 Mio. Euro, wozu beide Sparten gleichermaßen beitrugen. In der Biotechnologie kletterten die Erlöse dank der hohen Nachfrage nach Einwegprodukten um 11 Prozent auf 366 Mio. Euro. Hohes Wachstum war vor allem in Asien zu verzeichnen. Die Region Nordamerika zog ebenfalls an und sogar in Europa waren schöne Zuwächse zu verzeichnen, obwohl die Marktdurchdringung schon recht groß ist. In der Mechatronik legten die Umsätze um 15 Prozent auf 188 Mio. Euro zu. Die stärksten Impulse kamen hier ebenfalls aus Asien.
Das EBITA kletterte wie von uns erwartet deutlich überproportional um 33 Prozent auf 73,7 Mio. Euro, womit sich die Marge auf 13,6 (Vj. 11,5) Prozent verbesserte. Bereinigt um Sondereffekte erreichte diese Kennzahl sogar 81,5 Mio. Euro, woraus sich eine Marge von 15 Prozent errechnet. Das Ergebnis je Aktie liegt auf dieser Basis bei 2,23 (1,55) Euro und nach Sondereffekten sind es immer noch 1,85 (1,19) Euro. Die Göttinger befinden sich also auf gutem Wege, im Gesamtjahr unsere Prognose eines Gewinns von 2,41 Euro je Aktie zu erreichen.
Interessant ist der Blick auf die Verschuldungssituation, die sich im laufenden Jahr ebenfalls verbessert hat. Die Nettoverschuldung lag Ende September mit 205 Mio. Euro zwar etwas höher als zum Jahreswechsel. Dank des stark steigenden Ergebnisses reduzierte sich der dynamische Verschuldungsgrad aber dennoch auf 1,5 (1,8). Damit ist der Konzern solide finanziert und bereit für weitere Wachstumsschritte, die der Vorstandsvorsitzende auf der Hauptversammlung Ende April bei genauem Hinhören klar erkennbar in Aussicht gestellt hatte.
So veröffentlichte Sartorius nun Ende Oktober, dass ein Vertrag zur Übernahme des Liquid Handling-Geschäfts vom finnischen Laborzulieferer Biohit Oyj unterzeichnet wurde. Mit dieser Übernahme erwirbt Sartorius ein Portfolio von mechanischen und elektronischen Pipetten sowie zugehörige Verbrauchsmaterialien und baut so den Bereich Laborinstrumente weiter aus. Die Finanzierung des Kaufpreises von 68 Mio. Euro stellt kein Problem dar. Bei Erlösen von knapp 40 Mio. Euro und einer Marge, die bereits nahe an das Niveau des Sartorius-Konzerns heranreicht, wird der Zukauf sich bereits 2012 positiv auf das Ergebnis auswirken.
Die Transaktion soll noch 2011 abgeschlossen werden. Nennenswerte Effekte sind für dieses Jahr damit nicht mehr zu erwarten. Gleichwohl sah sich der Vorstand nach dem Erfolg der ersten neun Monate veranlasst, die Prognose für das Gesamtjahr zu erhöhen. Der Umsatz soll nun mindestens 10 Prozent steigen, die bereinigte EBITA-Marge wird 14,5 bis 15,5 Prozent erreichen. Wir hatten in etwa diese Werte bereits bei unserer Prognose im März unterstellt; insofern überrascht uns nicht, dass die Aktie seither inklusive Dividende 20 Prozent zugelegt hat und sich langsam unserem ersten Kursziel von 37 Euro nähert. Bleiben Sie vorerst weiter dabei.
Sartorius AG Vz, ISIN DE0007165631
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Hoch/Tief 52 W. |
Aktienzahl |
Börsenwert |
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39,30/21,35 € |
18.720.000 |
630,7 Mio. € |
Empfehlung: HALTEN
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Kurs 14.11.2011 |
Potenzial |
Risiko |
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34,88 € |
37,00 € |
mittel |