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Smiles AG: Haben die Aktionäre bald Grund zum Lächeln?

05.10.2010 15:16 von Matthias Schrade

Die Umsatzkurve zeigt jedenfalls teil nach oben

Freunde exotischer Spezialwerte kennen das Papier noch aus Valora-Zeiten als "Citycom-Aktie", inzwischen firmiert der älteste deutsche Hersteller von Elektrofahrzeugen als Smiles AG. Bekannt wurde die Firma vor allem durch den im Volksmund gerne als Schneewittchensarg bezeichneten CityEL, inzwischen umfasst die Produktpalette eine ganze Reihe von Elektromobilen.

 

Am Kapitalmarkt führte die Smiles AG auch nach dem Börsenlisting vor drei Jahren bisher ein Mauerblümchendasein. Kein Wunder, belief sich der Umsatz im letzten Jahr doch auf nicht einmal 1,4 Mio. Euro und es wurden stets rote Zahlen geschrieben. Vom Erreichen der Gewinnschwelle schien das in Aub bei Würzburg ansässige Unternehmen meilenweit entfernt.

 

Das scheint sich nun zu ändern: Wie ich auf telefonische Nachfrage zu dieser heutigen Meldung erfuhr, standen schon per 31.7. fast 2 Mio. Euro Umsatz in den Büchern. Allein im Juli erzielte Smiles einen Umsatz von 573 TEUR, und dank der immer stärkeren Nachfrage soll dies nicht das Ende der Fahnenstange sein. Noch liegt Smiles nach Auskunft des Firmensprechers Sven Kohlert damit zwar in den roten Zahlen, im vierten Quartal sollen jedoch erstmals schwarze Zahlen erzielt werden. Und im kommenden Jahr soll bei einem zweistelligen Millionenumsatz gar ein "deutlicher Gewinn" anfallen.

 

Sollte dies gelingen, ist die Smiles AG mit einem Börsenwert von 7,4 Mio. Euro sehr attraktiv bewertet. Allerdings will das Unternehmen vorher noch mindestens eine Kapitalerhöhung durchführen; diese soll am 11.10. (also nächsten Dienstag) auf der Hauptversammlung beschlossen werden. Ob man noch einmal in größerem Stil Kapital aufnimmt, hängt auch vom Kurs ab - wobei Herr Kohlert sich dafür ein Niveau von "deutlich über 2 Euro" wünscht. Davon ist die Smiles-Aktie aber noch ein ganzes Stück entfernt, zumal das Unternehmen von der Börse wenig beachtet wird.

 

Wir werden den Elektrofahrzeughersteller jedenfalls demnächst einmal genauer unter die Lupe nehmen. Über die Erkenntnisse unseres geplanten Ortsbesuchs informieren wir Sie dann in der Rubrik S.S.S. in einer der kommenden Ausgaben.


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