Jost AG: Verlust nach neun Monaten macht Ausfall der Dividende wahrscheinlich
Analyst: Matthias Wahler
Die Zahlen zum dritten Quartal waren für die Jost-Aktionäre eine herbe Enttäuschung. Umsatz und Ergebnis blieben weit hinter der Planung zurück. Nachdem das erste Quartal noch sehr positiv verlaufen war, weist der Kanzleivermittler für die ersten neun Monate nun bei deutlich niedrigeren Erlösen von 633 TEUR (Vj. 1,19 Mio. Euro) ein Ergebnis von minus 135 (+402) TEUR aus. Die optimistischen Erwartungen wurden also nicht einmal ansatzweise erfüllt.
Hier zeigt sich deutlich die Problematik, dass der Geschäftserfolg bei Jost in der Regel von wenigen großen Projekten abhängt, was die Planbarkeit erschwert. Auf den Zeitpunkt des Vertragsabschlusses kann der Vermittler schließlich nur bedingt Einfluss nehmen.
Die Erwartungen für das Gesamtjahr hat der Vorstand entsprechend auf 1,2 Mio. Euro beim Umsatz zurückgeschraubt. Zum Ergebnis gibt es gar keine Aussage mehr. Selbst ein Verlust wird nicht ausgeschlossen. Die bisher bei Jost stets sehr attraktive Dividende ist damit zumindest für 2011 nicht mehr zu erwarten.
Dennoch raten wir Ihnen, an der Jost-Aktie festzuhalten. Das Geschäftsmodell hat sich schließlich über viele Jahre bewährt und verzögerte Vertragsabschlüsse kommen eben später zur Geltung. Etwas Geduld könnte aber nun gefragt sein.
Empfehlung: HALTEN
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Kurs 14.11.2011 |
Potenzial |
Risiko |
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8,08 € |
9,00 € |
mittel |