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Halloren Schokoladenfabrik AG: Umsatz in 2010 gegen den Branchentrend um 15,3% gesteigert

Analyst: Thorsten Renner

 

 

Die Halloren Schokoladenfabrik konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr die eigenen Ziele erreichen, obwohl sich das Umfeld nicht einfach gestaltete. Immerhin sank der Umsatz der Süßwarenbranche in 2010 um 4,0 Prozent. Im Gegensatz dazu schaffte Halloren erneut ein zweistelliges Plus und erhöhte den Umsatz um 15,3 Prozent auf 60,7 Mio. Euro. Großen Anteil am Wachstum hatte das Exportgeschäft, das um 38 Prozent zulegte. Mittlerweile geht schon rund ein Viertel des Umsatzes ins Ausland.

 

Die Ertragslage wurde durch Preissenkungen im Lebensmitteleinzelhandel und deutliche Preissteigerungen bei den benötigten Rohstoffen belastet. Dem wirkte Halloren mit einer weiteren Rationalisierung der Produktion entgegen. Dabei gelang es einerseits, die Effizienz weiter zu steigern, auf der anderen Seite wurden auch zusätzliche Kosteneinsparungen realisiert. So konnte das operative Ergebnis (EBIT) im vergangenen Jahr mit 3,3 Mio. Euro konstant gehalten werden.

 

Dagegen stieg der Jahresüberschuss um immerhin 3,9 Prozent auf 1,56 Mio. Euro bzw. 0,34 Euro je Aktie. Dies finden wir umso erfreulicher, als das Ergebnis des Vorjahres von einmaligen Erträgen durch den Verkauf von Anlagen und Maschinen in Höhe von 0,9 Mio. Euro profitierte. Und die Gesellschaft schüttet überdies einmal mehr fast den kompletten Gewinn aus: Die Aktionäre sollen in der Hauptversammlung am 22.6. über eine Anhebung der Dividende von 0,30 auf 0,33 Euro entscheiden. Angesichts der guten Finanzausstattung und dem positiven Cashflow kann Halloren die Vollausschüttung des erzielten Gewinns problemlos stemmen.

 

2011 will die Gesellschaft ihren Wachstumskurs weiter fortsetzen. Dazu investiert Halloren in den Ausbau des Produktions- und Vertriebsnetzes und in neue Produkte, um den Konsumveränderungen gerecht zu werden. Das Unternehmen ist in den ersten Monaten erfolgreich ins neue Geschäftsjahr gestartet, obwohl sich das Thema Rohstoffkosten weiter herausfordernd darstellt.

 

Im Gesamtjahr rechnet Halloren mit einem Umsatzplus von 7 Prozent auf etwa 65 Mio. Euro. Auch 2011 soll das Exportgeschäft maßgeblich zum Umsatzanstieg beitragen. Auf der Ergebnisseite will man angesichts der hohen Rohstoffkosten an das Vorjahresniveau anknüpfen. Neben organischem Wachstum sind auch Übernahmen Teil der Strategie. Wie uns Finanzvorstand Andreas Stuhl verriet, gibt es aussichtsreiche Gespräche mit verschiedenen Firmen – darunter eine, die ähnlich groß wie Halloren selbst ist. Konkrete Verhandlungen laufen jedoch nicht.

 

Mit einem aktuellen KGV von 20 ist die Halloren-Aktie zwar schon ansprechend bewertet. Angesichts der guten Wachstumschancen in den kommenden Jahren und der sehr schönen Dividendenrendite von fast 5 Prozent bleibt Halloren aber eine Halteposition.

 

 

Halloren Schokoladenfabrik AG, ISIN DE000A0LR5T0

Hoch/Tief 52 W.

Aktienzahl

Börsenwert

7,30/5,82 €

4.600.000

31,3 Mio. €

 

 

Empfehlung: HALTEN

Kurs 16.05.2011

Potenzial

Risiko

6,80 €

7,50 €

gering